15 Wege, Wasser Und Nahrung Während Eines Triathlons Zu Transportieren


Früher habe ich meine Gels bei Triathlonrennen mit Klebeband an das Oberrohr meines Rads geklebt – das ist zwar einfach, aber nicht wirklich praktisch. Da ich jetzt längere Wettkämpfe bestreiten möchte, dachte ich, es wäre ein guter Zeitpunkt, um nach intelligenteren Möglichkeiten zu suchen, meine Nahrung und Getränke während eines Triathlons zu transportieren.

Disclaimer: Die Triathlon-Tipps von My Tri World sind leserunterstützt. Wenn Du über Links einkaufst, verdiene ich möglicherweise eine Affiliate-Provision.

1. STANDARDFLASCHE ZWISCHEN DEN AEROLENKERN

Wie sieht es aus:

Hier ist ein Beispiel mit dem Profile Design HC Mount (Amazon Affiliate Link). Die beiden parallelen Stangen, die Du auf dem Bild sehen kannst, sind starr und sitzen oben auf den Aerolenkern. Dieses System wird mit 4 Kabelbindern gehalten (einer an jedem Ende der starren Stangen). Du kannst auch andere Modelle finden, die mit Riemen an den Stangen befestigt werden.

Vorteile:

Er ist einfach zu montieren und passt zu jeder Standardflasche. Die Flasche befindet sich zwischen den Aero-Lenkern, was Deine Bewegungen zum Erreichen der Flasche minimiert.

Nachteile:

Es besteht die Gefahr, dass Du Deine Flasche verlierst, wenn die Straße zu holprig ist. Außerdem ist es nicht wirklich bequem, aus der Standardflasche zu trinken, was uns zu Punkt #2 bringt.

2. FLASCHE MIT STROHHALM ZWISCHEN DEN AEROLENKERN

Wie sieht es aus:

Der größte Vorteil dieses Systems gegenüber dem vorherigen ist, dass Du mit dem Strohhalm trinken kannst. Alles, was Du brauchst, ist eine spezielle Flasche. Du kannst dasselbe System wie bei Punkt #1 verwenden oder das gesamte System als Profile Designs Aero HC System kaufen (Amazon Affiliate Link).

Vorteile:

Du brauchst Deine Position zum Trinken nicht zu ändern. Bei einigen Systemen (wie dem obigen) kannst Du die Flasche sogar während Deines Triathlons nachfüllen.

Nachteile:

Manche Setups sind schon sehr teuer. Außerdem dauert die Reinigung der Flasche etwas länger als bei einer Standardflasche.

3. AERO-SYSTEM ZWISCHEN DEN AEROLENKERN

Wie sieht es aus:

Dieses System ist der Flasche mit Strohhalm sehr ähnlich, hat aber eine andere Form, die es Dir ermöglicht, mehr Wasser einzufüllen. Ich persönlich habe die Profile Design FC35 (Amazon Affiliate Link) gekauft. Du kannst sie bei Bedarf von oben nachfüllen. Ich fand sie auf glatten Straßen und bei längeren Fahrten sehr praktisch.

Vorteile:

Bei diesem System mit Strohhalm musst Du Deine Position zum Trinken nicht ändern. In dieses System passt auch eine große Menge Wasser (1L für das obige Modell).

Nachteile:

Es ist ein sperriger Aufbau und es dauert eine Weile, ihn auf- und abzubauen. Auch das Reinigen ist bei dieser speziellen Form eine lustige Erfahrung. Ich würde ihn nur für Leute empfehlen, die wirklich lange Fahrten oder Rennen auf glatten Straßen machen. Für den Rest der Triathleten kann es eher eine Belastung sein.

4. KLEBE DEINE GELS AUF DEIN OBERROHR

Wie sieht es aus:

Du klebst deine Gels einfach mit Isolierband auf dein Oberrohr. Am besten klebst Du jedes Gel einzeln an seiner Öffnungslinie fest. Sobald Du ein Gel nimmst, reißt das Plastik an der Öffnungslinie und Dein Gel ist offen.

Vorteile:

Extrem einfach und kostengünstig.

Nachteile:

Definitiv nicht aerodynamisch 🙂 Die Gels neigen dazu, ein bisschen herumzufliegen und können an Deinen Beinen reiben. Ich würde nicht mehr als 2-3 Gels mitnehmen. Vergiss nicht, nach dem Rennen Dein Oberrohr zu reinigen, denn es könnte sein, dass Du klebrige Rückstände darauf hast.

5. BENTO BOX AUF DEM OBERROHR

Wie sieht es aus:

Anstatt Deine Gels auf Dein Oberrohr zu kleben, kannst Du eine Box anbringen und Deine Gels darin aufbewahren. Hier ist z.B. die TriSeven Aero 10 Box (Amazon Affiliate Link). Du kannst sie entweder mit Klettbändern oder Schrauben (bei kompatiblen Fahrrädern) an Deinem Oberrohr befestigen.

Vorteile:

Es sind viele verschiedene Optionen verfügbar. Es lässt Dein Fahrrad auch sauberer aussehen als eine Reihe von aufgeklebten Gels.

Nachteile:

Wenn Du das Design magst, sehe ich keinen Nachteil.

6. INTEGRIERTE TRINKSYSTEME IM RAHMEN

Wie sieht es aus:

Du hast richtig gelesen: IN dem Rahmen. Einige Trinksysteme können in Deinem Rahmen untergebracht werden. Um genauer zu sein, musst Du ein spezielles Fahrrad kaufen, das mit diesem System ausgestattet ist. Das bedeutet, dass die Preise für dieses System (und das Gleiche gilt für die Möglichkeiten Nr. 8 und Nr. 10, die wir später in diesem Artikel sehen werden) sehr hoch sind.

Wenn Du darüber nachdenkst, ein neues Fahrrad zu kaufen, solltest Du es Dir auf jeden Fall ansehen. Hier ist ein Beispiel für das Canyon Speedmax 2021 in ihrem Youtube-Video: 

Vorteile:

In den Rahmen integriert.

Nachteile:

Nun, Du brauchst das Fahrrad dafür, also ist der Preis wahrscheinlich der größte Nachteil 😉

7. AN RAHMEN BEFESTIGTE TRINKFLASCHE

Wie sieht es aus:

Die gängigste Option für Radfahrer ist es, einen oder zwei Flaschenhalter an ihrem Rahmen zu befestigen und diese zu benutzen. Es gibt Hunderte von verschiedenen Modellen; ein Aero-Beispiel ist der Elite Crono CX Cage (Amazon Affiliate Link).

Vorteile:

Erschwinglich (außer bei den Carbon-Versionen), einfach zu installieren.

Nachteile:

Nicht ideal zum Trinken, wenn Du auf den Aerobars bist.

8. STAURAUM ÜBER DEM TRETLAGER

Wie sieht es aus:

Einige Triathlonräder werden mit einer Aufbewahrungsbox oberhalb des Tretlagers geliefert, in der Du Gels und/oder Werkzeug verstauen kannst. Das siehst Du zum Beispiel auf dem Canyon Video oben (Punkt #6).

Vorteile:

Einfach, ein paar Gels zu verstauen.

Nachteile:

Nur für die entsprechenden Fahrräder verfügbar.

9. FLASCHE HINTER DEM SATTEL

Wie sieht es aus:

Du brauchst zunächst eine spezielle Halterung, die zwischen 10 und 80€ kostet. Ich persönlich benutze die Tacx-Sattelhalterung (Tacx-Website). Sie ist relativ günstig und einfach zu montieren. Diese Halterungen können entweder einen oder zwei Flaschenhalter aufnehmen.

Vorteile:

Damit hast Du eine weitere Option für eine oder zwei Flaschen, ohne dass Dein Luftwiderstand sehr viel größer wird. Du kannst sie als Trinkflaschen oder zur Aufbewahrung von Werkzeug verwenden.

Nachteile:

Du würdest Dich wundern, wie leicht Du die Flaschen auf holprigen Straßen verlieren kannst. Wenn Du sie als Trinkflasche verwenden willst, solltest Du in einen stabilen Flaschenhalter investieren.

10. BOX UNTER DEM SATTEL

Wie sieht es aus:

Lass uns zuerst über die Taschen sprechen, die Du unter Deinem Sattel montieren kannst. Ich würde nicht empfehlen, diese für die Aufbewahrung von Nahrungsmitteln am Renntag zu verwenden. Es gibt keine (sichere) Möglichkeit, Deine Gels während der Fahrt zu erreichen.

Einige Triathlonräder sind jedoch mit einer integrierten Box unter dem Sattel ausgestattet, die Du zur Flüssigkeitszufuhr nutzen kannst. Es gibt einen Strohhalm, der vom vorderen Ende des Fahrrads bis zur Box unter dem Sattel reicht. Du kannst Dir das folgende Video von Talbot Cox auf Youtube ansehen. Sarah True erklärt dieses System auf ihrem Fahrrad.

Vorteile:

Specialized behauptet, dass dieses System einen Aero-Vorteil bietet.

Nachteile:

Wie bei allen integrierten Systemen gibt es auch hier nur die entsprechenden Fahrräder.

11. VERSORGUNGSSTATIONEN

Wie sieht es aus:

Bei den meisten (um nicht zu sagen allen) Rennen gibt es Versorgungsstationen auf der Rad- und/oder Laufstrecke. Wie viele es sind, hängt vom jeweiligen Veranstalter und Deiner Renndistanz ab.

Es gibt immer Wasser sowie einige spezielle Getränke und Lebensmittel. Du kannst die Wasserflaschen als Ersatz für Deine bisherigen benutzen oder Dein Trinksystem damit auffüllen. In beiden Fällen musst Du darauf achten, dass Du Deine Flaschen nur dort hinwirfst, wo es erlaubt ist! Sonst könntest Du disqualifiziert werden.

Vorteile:

Du musst nicht Dutzende von Wasserflaschen und Gels mit Dir herumtragen, wenn Du das Rennen beginnst.

Nachteile:

Du weißt nicht immer, was genau Du dort bekommen wirst. Einige Veranstalter schreiben es auf ihre Website, aber das ist noch lange nicht üblich.

12. TRANSITION AREAS

Wie sieht es aus:

Egal, ob Du eine klassische Tasche, eine Box oder eine spezielle Transition Bag (siehe den Artikel meiner Frau Anna: Sind Transition Bags wirklich so nützlich?) an Deinem Platz in der Wechselzone hast, Du kannst diesen Platz immer nutzen, um etwas zu trinken oder zu essen zu verstauen. Eine gute Idee ist es, Deine Wasserflasche(n) vor dem Rennen einzufrieren, damit sie noch kalt sind, wenn Du sie zum Radfahren oder Laufen nimmst.

Vorteile:

So kannst Du ganz einfach ein zusätzliches Getränk oder Gel bereithalten.

Nachteile:

Je nach Wetterlage und Streckenlänge kann es sein, dass Deine Flasche(n) zu warm ist (sind), um sie vor dem Start des Laufs zu trinken.

13. TASCHEN IM TRIATHLONANZUG

Wie sieht es aus:

Wenn ihr Taschen an euren Tri-Anzügen habt, könnt ihr während des ersten und/oder zweiten Wechsels ein paar Gels in diese Taschen stecken.

Vorteile:

Einfache Aufbewahrungslösung.

Nachteile:

Nicht jeder Tri-Anzug hat Taschen.

14. STARTNUMMERN-GÜRTEL

Wie sieht es aus:

In manchen Startnummer-Gürteln findest Du Platz für zusätzliche Gels. In meinem (Compressport, Amazon Affiliate Link) gibt es dafür drei Schlaufen.

Vorteile:

Eine einfache und relativ günstige Lösung, um Gels mitzunehmen.

Nachteile:

Keine

15. TRAGBARE WASSERFLASCHE

Wie sieht es aus:

Hier ist ein Beispiel für die Amphipod Hydraform (Amazon Affiliate Link). Du kannst laufen, während Du die Flasche in einer Deiner Hände hältst. Ich kann mir vorstellen, dass sie beim Training nützlich ist, wenn Du Wasser mitnehmen musst (ich persönlich bevorzuge einen leichten Rucksack). Für Wettkämpfe halte ich sie ehrlich gesagt nicht für notwendig, außer bei extremem Wetter oder extremen Triathlons. 

Vorteile:

Die Möglichkeit, während des Laufs Wasser zu trinken, wann immer Du willst.

Nachteile:

Du musst während des gesamten Laufs mit ihr laufen.

Wie Du siehst, gibt es eine Menge verschiedener Aufbewahrungslösungen. Bevor Du in eine investierst, solltest Du überlegen, welche Art von Rennen Du machen willst. Bei Kurzstreckenrennen ist es nicht so wichtig, dass Du viel Essen mitnimmst. 

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